Deutsche Freiwasser Meisterschaften 13

Deutsche Freiwasser Meisterschaften Duisburg 2013

5km

Die Deutschen Freiwasser Meisterschaften in Duisburg begannen für mich mit den 5km. Aufgrund des Wetters kühlte sich das Wasser so stark ab, dass es am Morgen des Wettkampftages noch unklar war, wer, wann und wo starten darf. Letztendlich starteten alle Schwimmerinnen über 18 Jahre, insgesamt 95, gemeinsam in einem Lauf, der in die Nachmittagsstunden verlegt wurde, da man bis dahin auf eine höhere Wassertemperatur hoffte.


Ich arbeitete mich nach dem Start direkt nach vorne. Das Tempo der Führenden Isabelle Härle, die sich schon über die doppelte Distanz für die Weltmeisterschaften qualifiziert hat, war so hoch, dass nur noch Finnia Wunram und ich mithalten konnten. Nach der ersten Runde übernahm ich dann die Führungsarbeit und hielt diese Position bis zur letzten langen Geraden. Dort setzten die beiden Anderen ihre gesparten Kräfte vom Sogschwimmen ein, so dass es ab diesem Zeitpunkt ein Dreikampf wurde. Wir alle wussten, dass die ersten beiden über die 5km für die Weltmeisterschaften in Barcelona qualifiziert werden und die Dritte leer ausgehen wird, weshalb wir alle nochmal zum Endspurt anzogen. An der letzten Boje hatte ich das Pech, dass ich noch einen Bogen um eine überrundete Schwimmerin machen musste, sodass ich ein wenig verlor. Im Ziel schlug ich dann auch mit vier Zehnteln Rückstand als Dritte an.


Damit war meine Hoffnung auf die Weltmeisterschaftsteilnahme geplatzt, da ich bereits die Qualifikation über die 10km-Distanz knapp verfehlt hatte. Da konnte mich auch keine Bronzemedaille oder Gold bei den Juniorinnen trösten.


10km

Ich konnte sowieso nichts mehr an dem Ergebnis der 5km ändern und ein Rennen stand mir ja noch bevor, die 10km. Hier durften auch die Jüngeren wieder starten, da das Wetter schöner wurde und das Wasser damit ein wenig geheizt hat. Ich versuchte mich noch einmal zu motivieren und nahm mir fest vor diesmal keine Führungsarbeit mehr zu machen um mir meine Kräfte für den Endspurt aufzuheben.

 

Direkt nach dem Start war ich sowieso noch nie an erster Position, auch diesmal nicht. Ich schwamm im Sog der Führenden, auch wenn mir das Tempo zu langsam war und ich anfieg zu frieren. Nur zweimal musste ich für jeweils eine halbe Runde doch ganz nach vorne und das Tempo vorgeben. In der fünften Runde übernahm ich diese Position erneut und schwamm eine komplette Runde an erster Stelle. Am Ende der Runde hatte ich genug vom Frieren und erhöhte das Tempo, damit mir warm wird. Das bemerkte mein Trainer Stefan Lurz und winkte mir zu schneller zu schwimmen. So setzte ich mich von der Gruppe ab und nur noch Finnia Wunram konnte das Tempo einigermaßen mithalten. Diesmal achtete ich besonders auf die letzten Bojen und endschied das Rennen somit für mich.

 

Da sich Isabelle Härle für beide Strecken für Barcelona qualifiziert hatte, aber kurz darauf noch das 5km-Team-Event schwimmen sollte, verzichtete sie auf ihren Start über die 10km-Distanz um mehr Zeit zur Erholung zu haben. Damit wurde ich, da ich Dritte in der Qualifikationswertung war und aufgrund meines Sieges bei den Deutschen Freiwasser Meisterschaften über diese Distanz nachnominiert.

 


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