DM Freiwasser Hamburg 2016

Deutsche Meisterschaften Freiwasser Lindau 2015

Am 30. Juni begannen für mich die Deutschen Freiwassermeisterschaften in Hamburg mit den 10km. Dies war für mich die wichtigste Strecke, da nur zwei Plätze sowohl für die Europameisterschaften als auch den Kader vergeben wurden. Ich musste also Platz eins oder zwei belegen ohne komplett ausgeruht an den Start zu gehen, da ich noch am Weltcup in Balatonfüred teilgenommen habe.

 

Da der Kurs mit 8*1,25km falsch vermessen wurde gab es vor unserem Start der Frauen um 11:30 große Diskussionen und die Rundenzahl wurde letztendlich auf zehn erhöht. Mit 36 Starterinnen ging es dann pünktlich los. Ich stellte mich Start aus dem Wasser mittig auf und mir gelang es direkt eine Körperlänge vorne zu sein. Mit dem ersten Mal Luftholen wurde ich an den Füßen gepackt und nach hinten gezogen. Plötzlich schwammen alle über mich drüber und ich bekam schon Panik, weil ich nicht mehr an die Wasseroberfläche kam. Nachdem alle vorbei waren konnte ich endlich wieder Luft schnappen. Nun machte ich einen großen Bogen um die Gruppe und legte einen Sprint ein um nach vorne zu kommen. Danach blieb ich für drei Runden im Sog der Anderen und übernahm für zwei Runden die Führung. Die Verpflegung mit Sören Meißner klappte gut, allerdings fehlte mir aufgrund der unglücklich verlaufenden Startphase die Kraft um noch weiter vorne zu schwimmen. Ich ging zurück an die vierte Position und war für ein paar Sekunden unaufmerksam als Finnia Wunram anzog, sodass ich erst überholte, als sie schon eine Lücke herausgeschwommen hatte. Ich kämpfe zum Ziel und wurde Zweite.

 

Damit war mein Minimalziel erreicht.

 

 

 

Am nächsten Tag starteten wir als SV Würzburg 05 in der 3*1,25km Staffel, nachdem auch die Rundenlänge angepasst wurde. Mit mir waren Sören Meißner und Ruwen Straub eingeteilt und ich übernahm die Startposition. Hier suchte ich direkt den Sog meines Trainingspartners Klemens Degenhardt und wir wurden unserer Favoritenrolle gerecht, denn meine Staffelkollegen sicherten uns den Sieg.

 

 

 

Bereits am nächsten Abend fanden bei sehr schlechter Witterung noch die 5km spät abends statt. Wegen eines Gewitters wurde der Lauf vor uns abgebrochen und unserer mehrmals kurzfristig verschoben, während wir startbereit warteten.

 

Diesmal gelang mir der Start gut, auch wenn ich bereits vorher vor Kälte zitterte. Wir konnten direkt eine Führungsgruppe von fünf Personen bilden. Nach 2km fror ich schließlich so sehr, dass ich bereits jetzt die Führung übernahm und das Tempo rasch anzog. Nur Sarah Bosslet konnte meine Geschwindigkeit noch ein wenig halten. Ich wurde in einer Zeit von 59:23,91 zum zweiten Mal Deutsche Meisterin.

 

 

 

Aufgrund des Wetters bin ich nun allerdings am Kränkeln und hoffe, dass ich bis zu den Europameisterschaften in einer Woche wieder fit werden kann und Zeit für die Erholung bleibt.

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