Europacup Hoorn 2015

Deutsche Meisterschaften Freiwasser Lindau 2015

Für den Europacup in Hoorn tat ich mich mit Sarah Bosslet zusammen, da für die meisten gerade Saisonpause ist. Zwei Wochen trainierte sie bei mir, da das Bad in Saarbrücken zu diesem Zeitpunkt geschlossen war, und die Woche darauf ich bei ihr, damit ich auch gleich eine Mitfahrgelegenheit hatte nach Hoorn. Für die drei Wochen schrieb uns ihr Trainer Hannes Vitense Trainingspläne, die wir konzentriert durchzogen. In vielen Serien war ich so schnell wie lange nicht mehr und das bei hohem Trainingsumfang.

In der letzten Woche und damit kurz vor dem Europacup über 10km, merkte ich dann wie ich müde wurde. Nun musste ich aufpassen, da ich sonst krank werden würde. Halsschmerzen ließen sich leider nicht verhindern und so hatte ich ein paar Tage keine Stimme mehr, trainierte trotzdem weiter und bekam damit eine richtige Erkältung. Meine Erwartungen für Hoorn hatten sich damit minimiert.

Am Freitag fuhren wir dann nach Hoorn, übernachteten hier zu unserem Schrecken in einem ehemaligen Gefängnis, indem auch die Nacht unerträglich laut war, weil sich andere Hotelgäste einen Scherz daraus machten und gegen die Türen hämmerten.

Erschöpft ging ich am Samstag an den Start und versuchte nur mit einer möglichst guten Platzierung anzukommen. Für die Führende in jeder der insgesamt 8 Runden à 1,25km gab es eine Prämie, was mir aber zu viel Kraft kostete und ich deshalb lieber darauf verzichten wollte. Nach einem diesmal guten Start bei wärmerem Wasser war ich direkt an Position drei. Nach der ersten Prämienboje wurde das Tempo extrem ausgebremst und ich schwamm nach vorne. Da ich die meiste Zeit vorne geschwommen war, wollte ich auch die Prämie für die zweite Runde haben drehte mich ein paar Meter danach auf den Rücken und merkte, dass wir nur noch zu viert waren. Ich reihte mich ganz hinten ein und versuchte nun Kraft zu sparen. Der Verpflegungssteg war diesmal sehr nah an der Strecke, sodass wir jede Runde hinschwimmen konnten ohne Zeit zu verlieren. Ich ließ mir bei der Verpflegung extra viel Zeit und zum ersten Mal während eines Freiwasserrennens sprach ich auch ein paar Worte mit meinem Verpfleger.

Nach fünf Runden löste sich unsere Gruppe auf. Ich schwamm an Position zwei und beendete das Rennen in meinem Tempo. Nur der Italienerin, die die ersten beiden Europacups in Israel gewonnen hatte und auch bei der WM in Kazan am Start war, musste ich Vortritt gewähren. Mit dem zweiten Platz bin ich aber aufgrund meiner Gesundheit ganz zufrieden bin.

Nun muss ich mich erst mal auskurieren und von den 10km erholen, da nächsten Samstag das letzte Europacuprennen in Kopenhagen vor dem Finale in Larnaca ansteht. Dieses wurde zudem kurzfristig von 5km auf 10km verlängert.

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