Europacup Kopenhagen 2015

Deutsche Meisterschaften Freiwasser Lindau 2015

Noch ein wenig erkältet flog ich am Freitag von Frankfurt nach Kopenhagen. Die Anreise zum Flughafen und vom Flughafen zur Wettkampfstrecke musste ich selbst organisieren und finanzieren, sowie den Aufenthalt dort. Da das Hotel des Veranstalters mit 200 € pro Nacht und pro Person für mich nicht bezahlbar ist, durfte ich die erste Nacht bei Ellen Olsson (SWE), die in Saarbrücken trainiert, übernachten. Vielen Dank dafür und auch für die gute Verpflegung. Für die zweite Nacht nahm ich mir ein etwas billigeres (100€) Hotel in der Nähe des Flughafens, von wo ich am Sonntag zurück nach Frankfurt flog.

 

Angekommen an der Wettkampfstrecke am Freitag kam ich rechtzeitig um noch ein paar Meter in dem Kanal testen zu können, da ich zuvor noch nie dagewesen war. Danach machten Sarah Bosslet, Ellen Olsson, ihre Mutter und ich einen Spaziergang durch die Stadt Kopenhagen um uns den ganzen Rundkurs anschauen zu können.

 

Am Samstag starteten zuvor über den Tag verteilt knapp 3300 Schwimmerinnen und Schwimmer über die 2km Runde, bevor es für mich über die 5-fache Distanz an den Start ging. Bereits am Anfang setzten sich fünf Schwimmerinnen ab und Ellen Olsson führte das Feld an. Da noch beim Briefing von einer Wendeboje gesprochen wurde, diese dann aber nirgends zu sehen war, waren wir alle froh darüber ihr zu folgen. Meine Brille lief an und ich musste mich von zweiter Position zurückfallen lassen um sie neu aufzusetzen. Ich versuchte direkt wieder an meine alte Position zu schwimmen, was mir aber durch Schläge verhindert wurde.

 

Nach der ersten Verpflegung, die der israelische Trainer meines Vereinskameraden Shay Toledano für mich übernahm, da ich alleine angereist war, versuchte ich erneut nach vorne zu schwimmen. Diesmal gelang es mir durch Ausnutzen der Breite des Kanals und gegen Ende der 2. Runde übernahm ich die Führung. In der folgenden Runde musste ich auch noch meinen Transponder richten und ließ mich hierfür erneut zurückfallen. Sarah Bosslet übernahm und ich folgte ihr.

 

Kurz darauf übernahm ich wieder die Führung und mit der letzten Verpflegung, die ich diesmal besonders schnell machte, erhöhte ich die Geschwindigkeit leicht. Die letzten 4km behielt ich die erste Position bei und erhöhte immer wieder das Tempo, vor allem wenn es aufgrund von Brücken oder des Tunnels auf dem Kurs dunkel wurde. In meinem Zielsprint machte ich trotz entgegen kommender Wellen aufgrund der Schifffahrt knapp 15 Sekunden gut und schlug mit 2:04:07 als Erste an.

 

Mit zwei Siegen (Navia und Kopenhagen) sowie einem zweiten Platz (Hoorn) von insgesamt drei Rennen liege ich damit nur knapp hinter der Italienerin Ilaria Raimondi in der Gesamtwertung des diesjährigen Europacups und konnte mich für das Finale am 3. und 4. Oktober auf Zypern platzieren.

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