WC Balatonfüred 2016

Deutsche Meisterschaften Freiwasser Lindau 2015

Dieses Jahr bekam ich endlich die Gelegenheit auf die ich schon vier Jahre gewartet habe, die Weltcup-Serie einmal zu Ende schwimmen zu dürfen. Hierfür nahm ich an der dritten Etappe am Balaton teil. Diese fand am 18. Juni nur knapp zwei Wochen vor den Deutschen Freiwassermeisterschaften statt, was sehr wenig Regenerationszeit für mich bedeutete. Ich entschied mich allerdings trotzdem dafür, da dort auch nächstes Jahr die Weltmeisterschaften stattfinden werden.

 

Trotz Sturm am Vortag hatten wir dann doch noch perfekte Bedingungen zu unserem Start des 10km Rennens um 9:40 mit ca. 24°C Wassertemperatur und sehr ruhigem, klarem Wasser. Ich bin beim Start vom Steg sehr gut weggekommen und konnte mich direkt im vordersten Teil des Pulks einordnen. Hier verblieb ich bis zur ersten Verpflegung nach 2,5km. Mit der Verpflegungstechnik habe ich leider immer noch ein paar Probleme, weil ich auch diesmal, wie schon viele Male zuvor viele Plätze verloren habe. Mit Mühe konnte ich diese Positionen im Verlauf der nächsten Runde wieder aufholen und die nächste Verpflegung nach zwei von vier Runden klappte auch wesentlich besser. Eine halbe Runde später wurde dann das Tempo, welches ohnehin nicht langsam war, da die Olympiasiegerin von 2012, Eva Ristov, vorne schwamm, erhöht. Die Gruppe teilte sich und durch eine Unaufmerksamkeit war ich in den Füßen einer Schwimmerin, die das Tempo nicht halten konnte. Als ich dies bemerkt habe, war die Lücke schon so groß, dass die Sogwirkung verloren war. Ich versuchte die Schwimmerin vor mir zu überholen, die wehrte sich aber dagegen. Bei der nächsten Verpflegung gelang es mir endlich, da ich die Verpflegung ausließ. Nun kämpfte ich mich allein an die führende Gruppe wieder ran, welche bereits 20-25 Sekunden Vorsprung hatte. Dies gelang mir sogar innerhalb des nächsten Kilometers und bis zum Ziel konnte ich noch gegen drei Schwimmerinnen gewinnen. Ich schlug als 9. knapp hinter der Ungarin, Eva Ristov, in 2:00:17,11 an.

 

Damit gelang es mir die schnellste Runde des gesamten Frauenfeldes von 30 Starterinnen zu schwimmen und ich kann, mit dem Wissen ein gutes Training absolviert zu haben, bei den Deutschen Meisterschaften starten um nicht nur meinen Kader für die nächste Saison zu bestätigen, sondern mich auch für die Europameisterschaften in Hoorn zu qualifizieren. 

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