Weltcup Abu Dhabi

Weltcup Abu Dhabi

Diese Saison musste ich mich ganz neu organisieren, da mit dem Studium an der FAU, die 1h Fahrt von meinem Trainingsort entfernt ist, ein enormer Zeitaufwand zusätzlich auf mich zukam. Umso gespannter war ich deshalb darauf, wie sich dies mit meinem Training zu vereinbaren ließe. Nach ein paar guten Beckenwettkämpfen mit neuen Bestzeiten zum Saisonbeginn musste sich die Vereinbarkeit von Hochleistungssport und Vollzeit-Studium in Molekularer Medizin noch in meiner Hauptdisziplin, dem Freiwasserschwimmen, beweisen.

 

Mit dem Ergebnis des Weltcups in Abu Dhabi konnte ich da doch ziemlich zufrieden sein.

 

Nachdem wir uns am Vortag beim Einschwimmen auf der Wettkampfstrecke noch mit unerwartet hohen Wellen im Hafen von Abu Dhabi herumkämpfen mussten, waren diese am Wettkampftag verschwunden. Mit 25°C Lufttemperatur und ausreichenden 22°C Wassertemperatur wurde es schließlich von den Bedingungen ein perfekter Wettkampftag.

 

Der Kurs à 2km war rechteckig und mit vier Wendebojen, einigen Orientierungsbojen dazwischen und vielen Pontoons herum leicht zu schwimmen. Mit fünf zu schwimmenden Runden, waren es auch nicht allzu viele zu zählen, was mir leider immer schwerfällt. Diesmal gab es auch wieder einen „Kontrollpunkt“ für die Rundenzeiten, sowie zum ersten Mal ein Online-Livestreaming auf der Internetseite der FINA. Hier wurde sich viel Mühe gegeben.

 

Am Freitag den 13. Ging es dann für uns um 14:55 (Ortszeit) los über die 10km Distanz. Ich startete gut und konnte mich wie geplant im vorderen Feld platzieren. Trotz nicht besonders großem Starterfeld – 28 Frauen im Gegensatz zu 42 Männern – war das Feld sehr unübersichtlich. Ich konnte nicht genau einschätzen auf welcher Position genau ich gerade lag, aber ich hielt diese fast das ganze Rennen über bei. Nur bei der Verpflegung verlor ich immer ein paar Plätze, die ich aber immer im Laufe der nächsten Runde zurückgewinnen konnte. Hier habe ich mich leider noch nicht verbessert, das Problem tauchte ja schon bei mehreren Rennen auf, wie auch bei den Weltmeisterschaften in Barcelona 2013. Allerdings habe ich ein gutes Verpflegungsgetränk gefunden, da mir sonst immer bei Rennen im Salzwasser vom süßen Verpflegungsgetränk übel wurde. Gegen Ende konnte ich neben Isabelle Härle schwimmen und mit ihr zusammen noch ein paar Schwimmerinnen einholen, musste sie schließlich aber abreißen lassen. Insgesamt wurde das Feld gegen Ende auch sehr durch das hohe Tempo der Italienerin und Siegerin Rachele Bruni gesprengt und so musste sich fast jeder allein ins Ziel kämpfen. Ich kam mit einer guten Zeit von 2h 7min und 58s knapp 30s hinter der Siegerin als 9. an.

 

Nun heißt es bis zu den Qualifikationsrennen für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Kazan (Russland) – das erste findet am 02. Mai im bekannten Cancun (Mexiko) statt – weitertrainieren. Als nächstes steht mein erstes Trainingslager der Saison an, nachdem ich aufgrund eines Uni-Praktikums bisher bei keinem teilnehmen konnte.

 

 

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