Weltcup Cozumel, Mexiko

Weltcup Cozumel 2013

Erschwerte Bedingungen

Am Freitag den 13. April 2013 fand mein zweiter Weltcup der Saison in mexikanischen Cozumel statt. Der Wettkampfort wurde kurzfristig von dem zuvor geplanten Cancun dorthin verlegt. Cozumel ist eine Touristeninsel in der Karibik und aufgrund der Korallenriffe auch ein beliebter Ort für Taucher. Das Meer war 26°C warm, wie in den meisten Schwimmbädern. Der Klimawechsel von 0°C in Deutschland zu über 30°C in Mexiko, die brennende Sonne und die Zeitverschiebung von 7 Stunden gaben schon vor dem Rennen zu kämpfen.

 

Zwar hat mich das Trainingslager in der Türkei sehr gut vorbereitet und meine Bräune schützte vor schlimmeren Sonnenbränden, doch die schweren Bedingungen waren neu für mich. Nicht nur das warme Wasser, sondern auch die Strömungen machten es schwer eine gute Renntaktik zu finden. Erschwerend kam hinzu, dass der Kurs kurzfristig aufgrund der gefährlichen Korallenriffe in der Nähe des Ufers geändert wurde. Es wurden 3 weitere Bojen gesetzt, so dass man nun bei einer Runde von 1,25km um 7 Bojen schwimmen musste. Die Strömung des Golf von Mexiko verursachte, dass man leicht abtrieb und die Bojen deshalb nur schwer anpeilen konnte. Um dies zu erleichtern wurden zwar noch vor Rennbeginn zwei Bojen in entgegengesetzte Richtungen versetzt, allerdings verhinderte dies kaum das Abtreiben vom Kurs. Auch die Wende um die Boje war schwer zu bewältigen, da alle durch die Strömung nur sehr langsam vorankamen und so immer alle auf einem Haufen schwammen, was bei einem Startfeld von 60 Schwimmerinnen zu einer Schlägerei mit vielen Überschwommenen ausartete.

 

Auch die Strömung selbst trug dazu bei, dass man statt um die Boje auf sie zu kam und dort hängen blieb. Ich kam mir vor wie ein Fisch an der Angelschnur. Für solche Dinge muss ich noch einiges an Erfahrung sammeln. Auch der ständige Tempowechsel gab mir zu schaffen, so verlor ich ständig den Anschluss an die führende Gruppe, konnte diese Lücke zwar in den ersten sechs Runden immer wieder schließen, dies kostete aber enorm viel Kraft, weshalb ich am Ende bei erneuter Temposteigerung nicht mehr mithalten konnte. Die letzte Runde durfte ich dann alleine bewältigen, dort konnte ich allerdings noch ein wenig aufholen.

 

So landete ich letzendlich auf dem 16. Rang und verpasste die WM-Qualifiaktion über die 10km. Bei den Deutschen Meisterschaften in Duisburg Ende Juni habe ich noch eine Chance auf das WM-Ticket über die halbe Distanz, die 5km und über 25 km. Darauf werde ich mich die nächsten Wochen vorbereiten. Das kühle Wasser der Ruderregatta kommt mir dort sehr entgegen, auch das wellenlose Süßwasser ist eine schöne Abwechslung.


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